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veröffentlicht am 18.08.2017

Festnahme nach Protest: Österreicherinnen gegen Arktis-Öl

Dalia und Miriam, zwei junge Frauen aus Österreich, waren unter den Greenpeace-Aktivistinnen der „Arctic Sunrise“, die gestern mit Kajaks in die Sperrzone der Statoil-Bohrinsel eingedrungen sind. Vor der Plattform platzierten sie eine 300 Kilogramm schwere Weltkugel. Diese trägt Nachrichten von rund 1000 Menschen aus aller Welt, die ihre Stimme für die Arktis und für den Schutz unseres Planeten erhoben haben. Die Botschaft von Greenpeace an die norwegische Regierung und an den Ölmulti Statoil ist klar: Stoppt Ölbohrungen in der Arktis!


"Arctic Sunrise" rechtswidrig durch Küstenwache beschlagnahmt

Nach siebenstündigem Protest hat die norwegische Küstenwache die gesamte Crew der „Arctic Sunrise“ festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Dies ist jedoch rechtswidrig, da sich die Arctic Sunrise in internationalen Gewässern befand. Der friedliche Protest steht nach internationalem Seerecht unter Schutz. Das Schiff wird nun in Richtung Küste abgeschleppt, wo es in den nächsten Tagen erwartet wird. Die gesamte Crew - darunter auch die Aktivistinnen aus Österreich - bleiben bis dahin in Haft.

Norwegische Regierung steht vor Gericht

Der Protest in der Arktis fand im Zuge eines bevorstehenden Gerichtsprozesses statt. Greenpeace Nordic und die norwegische Organisation Nature & Youth haben eine Klage gegen die Regierung eingereicht. Denn die Vergabe der neuen Ölförderlizenzen widerspricht nicht nur dem Pariser Klimaschutzabkommen, sondern auch der eigenen Verfassung. Diese garantiert nach dem Paragraph 112 eine gesunde und sichere Umwelt für die kommenden Generationen. Ölbohrungen gefährden jedoch die Arktis, die als Kühlschrank des Planeten dafür sorgt, dass der Klimawandel nicht noch schneller angetrieben wird.

Klimaschutz statt Ölbohrungen

„Es ist aufregend, ein Teil dieser Gruppe motivierter Menschen zu sein, die das Öl-Zeitalter beenden wollen und diese starken Botschaften an Statoil und die norwegische Regierung senden”, erklärte Dalia vor der Aktion. „Anstatt Ölbohrlizenzen zu vergeben und damit den Klimawandel weiter aufzuheizen, muss Norwegens Regierung ihr Versprechen einhalten und sich für den Klimaschutz einsetzen. Für uns, für unseren Planeten und für die Zukunft der nächsten Generationen!”

Die zwei Aktivistinnen aus Österreich und die gesamte Crew der Arctic Sunrise sind derzeit wohlauf. Die norwegische Regierung mag zwar das Greenpeace-Schiff rechtswidrig abschleppen lassen, doch sie selbst muss sich vor Gericht für ihr Handeln verantworten. Der Gerichtsprozess zu den neuen Ölförderlizenzen startet am 13. November.

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